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| Stanislav Grof Biographische Notiz Dr. med. Stanislav Grof wurde 1931 in Prag geboren. Dort studierte er zunächst Medizin, später Medizin-Philosophie und absolvierte sowohl eine Facharzt- als auch eine psycho-analytische Ausbildung. Seine in Prag begonnenen Forschungen über außergewöhnliche Bewußtseinszustände setzte er in den USA fort, wo er seit 1967 lebt. Stanislav Grof ist einer der Mitbegründer und wichtigster Theoretiker der Transpersonalen Psychologie und Gründungspräsident der International Transpersonal Association (ITA). In dieser Funktion organisierte er große internationale Konferenzen in den USA, Indien, Australien, Tschechien und Brasilien. Zur Zeit ist er Professor am California Institute of Integral Studies (CIIS) und unterrichtet am Institut für Psychologie und am Institut für Ost-West-Studien. Er lebt in Mill Valley, Kalifornien. Mit seiner Frau Christina zusammen entwickelte er die Holotrope Atemarbeit, die er in Ausbildungsseminaren lehrt (Grof Transpersonal Training). Er hält Seminare und Vorlesungen in der ganzen Welt. Grof veröffentlichte über 100 Artikel in wissenschaftlichen Zeitschriften und ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. "Topographie des Unbewußten" (1975), "Die Begegnung mit dem Tod" (1977, in Zusammenarbeit mit Joan Halifax), "Jenseits des Todes" (1984 in Zusammenarbeit mit Christina Grof), "LSD Psychotherapie" (1985), "Geburt, Tod und Transzendenz" (1985), "Die Abenteuer der Selbstentdeckung" (1987), "Die stürmische Suche nach dem Selbst" (1990, in Zusammenarbeit mit Christina Grof), "Die Welt der Psyche" (1993), "Totenbücher. Bilder vom Leben und Sterben" (1994), und "Kosmos und Psyche. An den Grenzen menschlichen Bewußtseins." (1997). Seit Freud und Jung hat kein anderer Tiefenpsychologe zu einem so weitreichenden Umdenken in der Psychologie und Bewußtseinsforschung herausgefordert wie Stanislav Grof. Grofs Arbeiten mit veränderten Bewußtseinszuständen sind wie abenteuerliche Reisen in unentdeckte Gebiete des menschlichen Geistes. Die Ergebnisse seiner Forschungen regen dazu an, die begrenzte Sicht des Bewußtseins und der menschlichen Psyche zu erweitern und das psychotherapeutische Modell zu überarbeiten. Neben der biographischen Ebene, mit der auch die traditionelle Psychotherapie arbeitet, entdeckte er die perinatale und die transpersonale Schicht des Bewußtseins. In Theorie und Praxis verbindet er die moderne Bewußtseinsforschung mit den Erkenntnissen der Naturwissenschaften sowie mit mystischen Überlieferungen und spirituellen Traditionen. Die Holotrope Atemarbeit ist eine Technik, in der Tiefenatmung, speziell ausgewählte Musik und gezielte Körperarbeit miteinander kombiniert sind. Dadurch ist es möglich, Emotionen und körperliche Empfindungen im Mutterleib und während der Geburt wiederzuerleben, sowie Erfahrungen zu machen, die unsere physischen Grenzen und die Zeit transzendieren. |